Zaun und Sichtschutz richtig planen
Von Chasim & Söhne · Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Bevor ein Zaun oder Sichtschutz gebaut wird, sollten Sie den Zweck, den genauen Grenzverlauf, die erlaubte Höhe und den Abstand zum Nachbarn klären. In Hessen regeln das Nachbarrechtsgesetz, die Bauordnung und gegebenenfalls ein Bebauungsplan. Prüfen Sie diese Vorgaben vorher bei Ihrer Gemeinde und sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn.
Was soll der Zaun leisten?
Ein Zaun kann ein Grundstück begrenzen, Kinder und Haustiere im Garten halten, vor Blicken schützen oder Wind abhalten. Je nach Zweck kommen andere Lösungen in Frage: ein offener Stabmattenzaun, ein blickdichter Sichtschutz aus Holz, WPC oder Metall oder eine Kombination aus beidem.
Überlegen Sie auch, an welchen Stellen Sie wirklich Sichtschutz brauchen. Oft reicht es, die Terrasse abzuschirmen, während der Rest des Grundstücks offen bleibt.
Grenzverlauf klären
Ein Zaun sollte dort stehen, wo die Grenze tatsächlich verläuft. Sind die Grenzsteine nicht mehr zu finden oder ist der Verlauf unklar, lohnt sich ein Blick in die Unterlagen oder die Klärung mit dem Vermessungsamt. Ein Zaun auf fremdem Grund führt schnell zu Streit, den man leicht vermeiden kann.
Höhe, Grenzabstand und Nachbarrecht in Hessen
Wie hoch ein Zaun oder Sichtschutz an der Grenze sein darf und welchen Abstand er einhalten muss, regeln in Hessen das Nachbarrechtsgesetz und die Hessische Bauordnung. Zusätzlich können ein Bebauungsplan oder eine Gestaltungssatzung Ihrer Gemeinde Vorgaben machen, zum Beispiel zu Höhe, Material oder Farbe.
Wir nennen hier bewusst keine Werte, weil sie vom Einzelfall abhängen. Prüfen Sie die Vorgaben vor dem Bau bei Ihrer Gemeinde. Beim Vor-Ort-Termin weisen wir Sie auf Punkte hin, die Sie klären sollten.
Mit dem Nachbarn sprechen
Ein kurzes Gespräch vor dem Bau verhindert oft Ärger. Klären Sie, wer den Zaun bezahlt, welche Seite zu wem zeigt und wie er später gepflegt wird. Eine schriftliche Absprache schafft Klarheit, besonders wenn der Zaun direkt auf der Grenze stehen soll.
Material: Holz, Metall oder WPC
Holz wirkt natürlich und warm, braucht aber regelmäßige Pflege. Metallzäune wie Stabmatten sind langlebig und pflegearm, bieten ohne Einsätze aber wenig Sichtschutz. WPC- und Aluminium-Elemente sind blickdicht und pflegeleicht, wirken aber weniger natürlich.
Wichtig ist, dass das Material zu Haus und Garten passt. Wer schon eine Natursteinmauer oder ein bestimmtes Pflaster hat, wählt den Zaun am besten passend dazu.
Pfosten und Fundamente
Die Stabilität eines Zauns hängt an den Pfosten. Sie werden frostsicher in Fundamente gesetzt, damit sie sich nicht lockern oder schief stellen. Gerade blickdichter Sichtschutz bietet dem Wind viel Angriffsfläche. Deshalb brauchen hier die Fundamente besondere Sorgfalt. Am Hang wird der Zaun gestuft oder dem Gelände angepasst.
Tore und Durchgänge mitplanen
Planen Sie Gartentüren und Einfahrtstore von Anfang an mit. Sie bestimmen, wo stärkere Pfosten nötig sind und wie Wege und Einfahrt angeschlossen werden. Wer später ein Tor nachrüstet, muss oft Teile des Zauns wieder öffnen.
Wie geht es weiter?
Wenn Zweck, Grenze und Vorgaben geklärt sind, kommen wir zum kostenlosen Vor-Ort-Termin. Wir messen den Zaunverlauf auf, sprechen über Material und Tore und schicken Ihnen danach ein schriftliches Festpreisangebot. Auf Wunsch entfernen und entsorgen wir auch den alten Zaun.
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Häufige Fragen
Wie hoch darf mein Sichtschutz an der Grenze sein?
Das regeln in Hessen das Nachbarrechtsgesetz, die Bauordnung und gegebenenfalls ein Bebauungsplan. Prüfen Sie die Vorgaben vor dem Bau bei Ihrer Gemeinde.
Brauche ich für einen Zaun eine Genehmigung?
Das hängt von Höhe, Lage und örtlichen Vorgaben ab. Im Zweifel fragen Sie vor Baubeginn bei Ihrer Gemeinde nach.
Entfernen Sie auch den alten Zaun?
Ja, auf Wunsch bauen wir den alten Zaun zurück und entsorgen ihn. Das halten wir im Angebot fest.